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8.05.2018IN Smart InvestVON Linus Sluyter

Suche nach den "Hidden Champions"

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es sich für Investoren durchaus lohnen kann, ihr Augenmerk auf spannende Nischensegmente innerhalb des Immobilienmarkts zu legen.

Über die Suche abseits der ausgetretenen Pfade

Die wachsende Nachfrage am Immobilienmarkt lässt die Renditen sinken. Bei Wohnimmobilien tritt dieser Effekt besonders deutlich zutage, denn längst nicht jedes Wohngebäude wird als Investitionsobjekt gekauft. Vielmehr nutzen viele Menschen die aktuell niedrigen Zinsen, um Wohneigentum für den eigenen Bedarf zu erwerben. Bei diesen Entscheidungen steht die Frage der Rendite nicht zwingend im Vordergrund. Deshalb sind diese Käufer auch bereit Preise zu zahlen, die aus Anlegersicht eigentlich nicht mehr zu rechtfertigen sind.

Vergleichbar ist die Lage im Marktsegment der klassischen Büroimmobilien. Hier wird die Nachfrage seit mehreren Jahren hauptsächlich durch institutionelle Anleger befeuert. Sie erhoffen sich von diesen Investitionen sichere – wenn auch geringe – Ertragsmöglichkeiten, um ihren finanziellen Verpflichtungen gerecht zu werden. Auch internationale Anleger haben es vermehrt auf deutsche Büroimmobilien in angesagten Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt abgesehen. Auch bei diesen Entscheidungen steht nicht immer die reine Renditebetrachtung im Vordergrund. Viel mehr geht es diesen Investoren um die Sicherheit ihres Kapitals. Dabei suchen sie weltweit nach sicheren Zufluchtsorten, wo politische Stabilität, Rechtssicherheit und Wirtschaftsstärke aufeinandertreffen. Aus dieser Sicht steht der deutsche Immobilienmarkt an hoher Stelle – ungeachtet der sinkenden Renditen.

Angesichts dieser Situation sind renditeorientierte Privatanleger heute mehr gefordert denn je. Sie müssen sich nun vermehrt außerhalb der ihnen vertrauten Immobiliensegmente umsehen – dort wo weniger Akteure um die noch verfügbaren Investitionsmöglichkeiten konkurrieren. Erfreulicherweise stehen Investoren hier verschiedene Möglichkeiten offen.

Raus aus dem Mainstream, rein in die Nische

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es sich für Investoren durchaus lohnen kann, ihr Augenmerk auf spannende Nischensegmente innerhalb des Immobilienmarkts zu legen. Tatsächlich lassen sich auch heute noch in Nischen wie Studentenheime, Logistikzentren, Handelsimmobilien, Pflegeheime, Gesundheitszentren, Parkhäuser oder Hotels erstaunlich gute Renditen von über 5% jährlich erzielen, die somit weit über den Vergleichswerten klassischer Immobilienobjekte liegen. Bei dieser Art von Immobilien ist jedoch ein hohes Maß an Expertise gefragt. Meist gibt es nur eine Handvoll spezialisierter Anbieter, die in diesen Nischen wirklich relevante Erfahrungen und einen erfolgreichen Leistungsausweis aufweisen können.

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Größer ist nicht unbedingt besser

Eine weitere Option der Renditesteigerung ist die Ausweichmöglichkeit in die Peripherie. In den Zentren der Metropolregionen ist schon heute eine Überhitzung des Immobilienmarktes absehbar. Die Preise sind bisweilen schon so hoch, dass sie mit sachlichen Argumenten kaum mehr erklärt werden können. Im Umland dieser Metropolen oder auch in mittelgroßen Städten werden dagegen noch deutlich niedrigere Kaufpreise aufgeboten. Und dies obwohl die Entwicklungsperspektive für diese Standorte häufig durchaus mit den Metropolen mithalten kann. Also ganz nach dem Motto: eher Leipzig anstatt London oder eher das Rhein-Main-Gebiet anstatt Frankfurt City.

Es muss nicht immer neu sein

Auch die Auswahl der Immobilienobjekte hat große Auswirkungen auf das Ertragspotential. Lange Zeit galt die Maxime, dass sich hauptsächlich mit Neubauten gutes Geld verdienen lässt. Diese Aussage trifft angesichts des großen Nachfrageüberhangs nach Neubauten aber nicht mehr uneingeschränkt zu. Demnach gehen insbesondere immer mehr professionelle Anleger dazu über, preiswerte Altbestände aufzukaufen und diese zu revitalisieren. Nicht selten lässt sich dadurch ein wirkliches Schnäppchen machen, wenn Lage und Gebäudezustand grundsätzlich in Ordnung sind und ein langfristiges Entwicklungspotenzial vorhanden ist.

 

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