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16.03.2017IN Smart InvestVON Linus Sluyter

Immobilien als Ausweg aus der Zinsfalle

Die rosigen Zeiten für Sparer sind vorbei! Wer heute gar keine Risiken eingehen will, steht auf der Verliererseite. Doch professionell verwaltete Immobilieninvestitionen bieten Anlegern die Möglichkeit, attraktive Renditeaussichten mit einem vergleichsweise hohen Maß an Stabilität zu vereinen.

Im letzten Jahrzehnt war die Welt für konservative Anleger noch in Ordnung. Auf risikoarme Investments wurde damals je nach Laufzeit noch eine Verzinsung zwischen 2% und 4% gezahlt. Somit konnte man selbst mit Guthaben auf Sparbüchern, Festgeldanlagen, Bundesanleihen oder Lebensversicherungen noch ordentliche Erträge erwirtschaften und musste sich nicht zwingend mit Anlagerisiken auseinandersetzen.

Doch diese Zinssätze gehören schon längst der Vergangenheit an. Als Konsequenz auf die Banken- und Wirtschaftskrise ab dem Jahr 2008 antworteten die Zentralbanken der wichtigsten Wirtschaftsnationen, indem die Leitzinsen deutlich gesenkt wurden. Selbst negative Zinsen sind nicht mehr ein bloßes Gedankenspiel der Ökonomen. Einige Zentralbanken erheben heute negative Zinsen auf das dort angelegte Geld. Banken, die dort Geld parken, erhalten also keine Zinsen mehr ausgezahlt und werden stattdessen selbst zur Kasse gebeten. Diese Kosten geben die Banken an ihre Kunden weiter. Die Gewinner dieser Geldpolitik sind stark überschuldete Staatshaushalte, die ansonsten unter einer enorm hohen Schuldenlast zu leiden hätten – aber die Sparer zahlen die Zeche.

Die Folgen dieser Situation sind gravierend, insbesondere für konservative Privatanleger. Im früheren Zinsumfeld konnte man noch damit rechnen, selbst mit dem Einsatz von risikoarmen Investments das eingesetzte Kapital innerhalb von vierzig Jahren zu verdreifachen. Unter der Annahme gleichbleibender Bedingungen wie man sie heute vorfindet, kann man eigentlich nur noch hoffen, nach vierzig Jahren etwa die Hälfte des eingesetzten Kapitals als Gewinn verbuchen zu können. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen nach alternativen Anlageformen umsehen.

Risikobehaftete Investments sind die einzige Alternative

Eines muss jedem Anleger klar sein: ohne Anlagerisiken einzugehen, ist ein erfolgreicher Vermögensbau aus heutiger Sicht nicht mehr möglich. Es ist nun die hohe Kunst, einen im wahrsten Sinne des Wortes »goldenen« Mittelweg zu finden, auf dem Risiko und Rendite in einem gesunden Verhältnis zueinanderstehen.

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Grundsätzlich lassen sich die risikobehafteten Investments in zwei Gruppen einteilen: Zunächst gibt es die Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen, die an den Finanzmärkten und Börsen gehandelt werden. Das Risiko dieser Anlageformen ist jedem bekannt, der alltäglich die Börsennachrichten in den Medien verfolgt. Die Kurse schwanken stark – und entsprechend starke Nerven sind notwendig. Denn das Renditepotenzial wird mit einem erhöhten Schwankungsrisiko erkauft. Dadurch sind hohe Verluste nicht auszuschließen und nicht alle Anleger haben die finanzielle (sowie mentale) Ausstattung, diese Verluste über längere Zeit einfach auszusitzen. Gerade konservativen Anlegern fällt es daher meist schwer, einen Großteil ihres Vermögens in Wertpapiere zu investieren. Somit beschäftigen sich immer mehr von ihnen mit einer anderen Form der risikobehafteten Investments – den Sachwertinvestitionen.

Immobilien – die beliebteste aller Sachwertanlagen

Wie der Name „Immobilie“ bereits besagt, handelt es sich hierbei um eine nicht mobile Investition. So können Immobilien nicht einfach wie ein Wertpapier am Kapitalmarkt gehandelt werden und der Kauf bzw. Verkauf ist mit erheblichen Transaktionskosten verbunden. Durch die fehlende Handelbarkeit folgt auch die Bewertung von Immobilien nicht dem stetigen Auf und Ab der Finanzmärkte. Stattdessen wird der Wert einer Immobilie meist in Form eines Gutachtens ermittelt, das sich dabei mehr auf langfristige Angebot- und Nachfragetrends stützt.

Als Gegenleistung für eine geringere Liquidität der Immobilie erhalten die Anleger eine Prämie, die sich in einer höheren Rendite im Vergleich zu den risikoarmen Investments widerspiegelt. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, bei Immobilien einen längeren Investitionszeitraum anzupeilen. Darüber hinaus bietet sich ein Immobilieninvestment insbesondere auch für Anleger mit einem hohen und regelmäßigen Ausschüttungsbedarf. Da die Erträge bei Immobilien überwiegend aus Mieteinnahmen stammen, lassen sich diese bei geringem Leerstand, guter Mieterbonität und langlaufenden Mietverträgen sehr genau prognostizieren.

Ein weiterer Vorteil der Immobilie – sowie auch anderer Sachwertinvestitionen – ist rein psychologischer Natur. Die Immobilie als greifbarer und leicht verständlicher Wertgegenstand wird von vielen Anlegern als wesentlich transparenter und wertstabiler wahrgenommen im Vergleich zu den Wertpapieren. Diese emotionale Nähe zur Immobilie beugt wirksam irrationale Fehlentscheidungen in Stresssituation vor. Denn gerade bei Privatanlegern lässt sich in der Praxis oft beobachten, dass hoch volatile Investments wie Aktien gerade im schlechtesten Moment verkauft werden. Scherzhafte Kapitalverluste und persönliche Frustration sind da häufig vorprogrammiert. Natürlich kann auch der Wert einer Immobilie schwanken – doch anders als volatile Aktienwerte sind die Immobilienpreise vergleichsweise stabil. Das beruhigt die Investoren und führt zu einer langfristigen Planbarkeit.

 

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